Welches GPS?

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Moderator: Hendrik

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waldschrat
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Welches GPS?

Beitrag von waldschrat »

Zwar bin ich hartnäckiger Papierkarten-Freund, aber der GPS-Faszination kann ich mich nicht ganz verschließen. Durfte auf einer England-Schottland-Tour gerade einen Garmin StreetPilot III im Einsatz erleben. Das hat mir allerdings auch gezeigt, dass ich mich mit Autorouting (noch) nicht anfreunden werde. Die berechneten Routen sind immer andere, als ich nach Kartenstudium fahren würde. Zwischenergebnis: ideal für mich wäre Routenplanung mit (z.B.) TTQV. Dann das GPS füttern, und los gehts.

Allerdings: die meisten Geräte schaffen ja gerade einmal 500 - 1000 Waypoints. Wie soll das denn für die große Skandinavien-Tour 2007 mit viel Schotter und Ab-Wegigem reichen??

Ansonsten gefällt mir zum Beispiel das schlichte Garmin GPS 60 (ohne Map oder Color) gut, und es ist halbwegs erschwinglich. Aber was nützen mir 10000 Trackpunkte? Ich brauche Waypoints. Und ich habe weder Lust noch Möglichkeit, ein Notebook mitzuschleppen, um am Abend die Route für den nächsten Tag zu laden...

Wie weit komme ich denn mit 1000 Waypoints? Gibt es Tricks, die "Reichweite" zu vergrößern? Für meine Hausstrecke brauche ich kein GPS... Oder gibt es erschwingliche Geräte, die mehr können??
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Casi
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Re: Welches GPS?

Beitrag von Casi »

kommt darauf an, was du ausgeben willst?
ich hab nen garmin v. ist völlig i.o.! allerdings könnte das display ewas größer sein. mit pda´s würde ich gar nicht anfangen. nix fürs motorrad.
casi
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Thomas D.
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Re: Welches GPS?

Beitrag von Thomas D. »

Hi Waldschrat,

Ein autoroutingfähiges Gerät nutzt Dir nur mit routingfähigen Karten etwas. Gibt es für Dein Zielgebiet keine entsprechenden Karten, fährst Du eh nach Luftlinienrouting. Routen für autoroutingfähige Geräte planst Du besser in Mapsource als in TTQV, da nur mit MS die sog. "grauen Wegpunkte" erzeugt werden können. Dies sind z.B. Spots auf Orts- oder Kreunzungsknoten. Wer so plant, bringt auch Geräte, die einspeiste Routen immer neu berechnen, dazu, die am PC geplante Route nachzufahren.

Die von Dir angesprochenen 10.000 Trackpunkte hast Du nur für die Aufzeichnung des zurückgelegten Weges, das sog. "Active Log". Mit TTQV (und nur damit!) kannst Du aber z.B. Deinen Weg mit Tracks anstatt Routen planen und diese Tracks dann als "Saved Tracks" ins Gerät laden. Das 60er bietet hier 20 Tracks mit je 500 Punkten.

Alternativ könntest Du auch alle Deine Wege als Tracks nachzeichnen und Dir eine eigene Garmin-Karte erzeugen => http://home.wtal.de/noegs/trackmem.htm

An schwierigen Stellen dann noch WP´s mit "sprechenden" Namen vergeben.

Wie schaut es aus mit der Speicherung Deiner zurückgelegten Strecke? Das GPS protokolliert ja fortlaufend in das "Active Log" mit. Möchtest Du das aufbewahren zur späteren Analyse in TTQV?

Grüsse,
Tom
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Thomas D.
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Re: Welches GPS?

Beitrag von Thomas D. »

Die Alternative, anstatt nach Routen-WP´s nach Tracks zu navigieren, hatte ich Dir ja schon aufgezeigt.

Hier ist noch eine sehr gute Beschreibung, wie man sich mit TTQV 4 eine eigene Garmin-Karte aufbaut: http://www.naviboard.de/index.php?showt ... t&p=102955

Grüsse,
Tom
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waldschrat
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Re: Welches GPS?

Beitrag von waldschrat »

@ Casi: Nö, PDA will ich nicht. Immer mit Regenhülle und so - dazu habe ich keine Lust. Allerdings: Hendrik hatte irgendwann einmal auf einen "Heavy-Duty-PDA" hingewiesen. Finde ich jetzt leider nicht mehr ??

@ Tom: Danke für die Erklärung, aber ich muß noch einmal nachfragen, vielleicht verstehe ich Dich falsch?

Der vom Hersteller vorgesehene "Normalfall" für nicht autoroutingfähige Geräte ist doch der, dass man eine Route aus Waypoints zusammenbastelt, diese auf das Gerät lädt und dann im "Gelände" die entsprechenden Informationen erhält. Bloß dass 500 Waypoints eben nicht allzu weit reichen, wenn man 2 Wochen unterwegs sein will.

Tracking ist wohl eine automatisierte Aufzeichnung der gefahrenen Route durch das GPS-Gerät, die sich nachher auf PC laden, archivieren und bis zur kartenverlinkten Diaschau anders nutzen läßt. Da gibt es dann aber plötzlich bis zu 10000 Trackpoints??

Kann ich nun diesen Trackpointspeicher auch mit in TTQV generierten Routendaten füllen, so dass ich also praktisch auf der TTQV-Rasterkarte einen (tatsächlich real noch gar nicht gefahrenen) Track erzeuge und diesen dann als Track auf das GPS lade, so dass ich ihn im Gelände abfahren kann? Und das geht aber nicht im Active Log, sondern nur unter Saved Tracks mit weiteren 500 Wegpunkten, so dass ich insgesamt 1000 Wegpunkte zur Verfügung hätte?

Blicke noch nicht ganz durch...

Die zweite Möglichkeit - Erzeugung einer Garmin-Karte aus Tracks - setzt ja wohl wieder ein kartenfähiges Gerät voraus, und die sind leider sehr kostspielig...
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JAU
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Re: Welches GPS?

Beitrag von JAU »

No Shift - No Service

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waldschrat
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Re: Welches GPS?

Beitrag von waldschrat »

Ja, ich glaube, der war es!
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Re: Welches GPS?

Beitrag von Casi »

mein favorit zur zeit ist der garmin quest 2.
ein guter kompromiss zwischen ablesbarkeit und bedienkomfort.
er ist auch mit einem motorradhalter zu bekommen und ist garmintypisch wasserfest. allerdings ist er nicht für offraodeinsätze geeignet, da er nicht so mechanisch stabil wie mein garmin v ist.
der garmin street pilot 3 ist eine gute alternative. kann aber imho nicht über batterien alleine betrieben werden.
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Zuletzt geändert von Casi am 23.06.2006, 14:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Thomas D.
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Re: Welches GPS?

Beitrag von Thomas D. »

waldschrat schrieb am 23.06.2006 12:47
Tracking ist wohl eine automatisierte Aufzeichnung der gefahrenen Route durch das GPS-Gerät, die sich nachher auf PC laden, archivieren und bis zur kartenverlinkten Diaschau anders nutzen läßt. Da gibt es dann aber plötzlich bis zu 10000 Trackpoints??
Genau so ist es. Die alten Geräte hatten nur einen Active Track Speicher von 1000 oder 2000 Punkten, das hat nicht mal zur Aufzeichnung einer Moppedtagestour gereicht.
Kann ich nun diesen Trackpointspeicher auch mit in TTQV generierten Routendaten füllen, so dass ich also praktisch auf der TTQV-Rasterkarte einen (tatsächlich real noch gar nicht gefahrenen) Track erzeuge und diesen dann als Track auf das GPS lade, so dass ich ihn im Gelände abfahren kann? Und das geht aber nicht im Active Log, sondern nur unter Saved Tracks mit weiteren 500 Wegpunkten, so dass ich insgesamt 1000 Wegpunkte zur Verfügung hätte?
Du hast es erfasst! Mit TTQV hast Du die Möglichkeit, das zu machen, was sonst nur ein GPS kann: Einen Track erstellen. Diesen lädst Du als Saved Track hoch und kannst dann nach diesem Track navigieren. In das 60er kannst Du 20 Tracks mit je 500 Punkten laden.

Grüsse,
Tom
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waldschrat
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Re: Welches GPS?

Beitrag von waldschrat »

Das hört sich ja gut an! Also 20 Tracks mit jeweils 500 Punkten, da könnte man 10 Tage mit hinkommen...

Dann wäre das GPS60 ja nicht so verkehrt für mich. Mal genau angucken! Vielen Dank!!
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Hendrik
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Re: Welches GPS?

Beitrag von Hendrik »

Ich habe noch 2 Garmin Quest 2 und einen Garmin Quest in Nutzung.


So langsam läßt die Kontaktsicherheit am Touratechhalter nach und die Antennen sind auch schon repariert.


Ich nutzen den Quest vor allem zum Motorradfahren, paddeln, Radeln und manchmal auch zum GeoCachen und zum Autofahren.


Nun bin ich so latent auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger.


Der Nachfolger sollte möglichst vergleichbare Eigenschaften haben, bzgl.:


- Querformat möglich (ich komme von den GPS II, GPS IIIplus und GPS V-Geräten), damit es quer auf den Lenker passt.
- guten Bedienbarkeit auch mit Handschuhen
- Blendfreies Display möglichst bei Sonne auch ohne Hintergrundbeleuchtung nutzbar.
- Wasserdicht
- Motorradtauglich (Vibrationen)
- ähnliche Größe wegen Platz am Lenker
- Schön wäre eine angemessene Akkulaufzeit
- gut wäre ein OSM Support.




Ich bin gern bereit auch wieder ältere Geräte zu nehmen, oder mehr Geld zu investieren, wenn es wieder 15 Jahre lebt...


Habt ihr eine Idee? - Ich finde nur Hochkantgeräte oder dicke Klötzer für PKW.


Dankeschön.
Hendrik
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Re: Welches GPS?

Beitrag von obelixx »

Ich/wir benutze(n) seit 2008 diverse Garmin ZUMO550/500 ...
Die einzigen Schwachstellen sind die Tasten und das Display, was ich beides von einem Dienstleister aus Hannover habe instand setzten (neuer Touch) bzw. optimieren (Tasten) lassen !
Ist zwar schon "alt" und die Preise fallen nicht ins bodenlose, aber sie haben noch ihre Qualitäten.
OSM habe ich auch schon mal getestet ... funzte !
Grüße aus Plattdeutschland / Stephan

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Hendrik
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Re: Welches GPS?

Beitrag von Hendrik »

Ich habe die Lösung in einem Oregon 600 gefunden, den ich im Querformat tatsächlich nutzen kann.
Muss allerdings noch den Strom anpassen, weil mein uralter Spannungswandler die Leistung nicht mehr bringt.
Bin jetzt knapp 5000km damit gefahren und es hat sich ganz gut angestellt mit OSM Karte als Basis.

Viele Grüße

Hendrik
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blubb
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Re: Welches GPS?

Beitrag von blubb »

Ich habe einen GPS Tracker von PAJ. Funktioniert bisher tadellos und hat viele Einstellmöglichkeiten. Der Tracker ist direkt (mit Sicherung) an die Lithium Ionen Batterie angeschlossen.

Solange beim Tracker nur das Mobilfunk Signal aktiviert ist, das GPS Signal wird im "sleep" Modus bei Bewegung oder Erschütterung automatisch aktiviert, gibt es zumindest bisher keine Problem mit der Batterieleistung.

Der Abruf der GPS Daten ist mittlerweile auch per Smartphone als APP im App-Shop möglich - Android oder Apple. Hier noch die Bedienungsanleitung bzw. deren Homepage an www.paj-gps.de
Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt

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jo
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Re: Welches GPS?

Beitrag von jo »

Ich habe den TomTom Rider 550 nachdem mein Rider 1 den Geist aufgegeben hatte.

Allerdings bin ich einigermaßen hin- und hergerissen:

+ Wlan-Einbindung zum Update der Karten und Blitzerpunkte
+ Bluetooth Anbindung zum Handy. Dadurch auch aktuelle Meldungen von Verkehrsstörungen und Umleitungen
+ Funktion "kurvenreiche Strecke" ist selbst für mich als Karten-Planer genial !
+ Relativ gute Handyapp zur Routenplanung und Übertragung aufs Navi
+ Natürlich wasserdicht
+ Drehbare Halterung (längs oder quer)
+ Gutablesbares und mit Handschuhen bedienbares Display
+ Wasserdicht
+ Lebenslang weltweite Karten

- Beim alten Rider konnte ich auf Knopfdruck während der Fahrt Routenpunkte löschen
- Beim alten Rider konnte ich mit einem klick den Fahrtmodus wechseln (z. Bsp. von "schnellste Route" zu "kurvenreiche Strecke")
- Beim alten Rider hat sich das Display bei Akkubetrieb abgeschaltet wenn nichts passiert ist (keine Abzweigungen,etc.)
(allerdings hällt beim Rider 550 der Akku ca. 5h)
- Beim alten Rider konnte ich Funktionsbuttons mit frei gewählten Funktionen belegen.

Fazit:
Wenn es den alten Rider mit Bluetooth noch geben würde hätte ich mir wegen der besseren Bedienbarkeit diesen geholt.

Beim neuen gibts noch Gimmiks wie WhattsApp-Nachrichten vorlesen oder Telefonieren über Bluetooth was ich aber nicht brauche.
Baghi Enduro, VFR 750 RC24 und CB 1
- leben und leben lassen -

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